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schnell noch was zum September..

Autor: Lena | Datum: 01 Oktober 2009, 16:31 | Kommentare deaktiviert

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Ich lebe noch und mir geht es gut.

Hier passiert immer so viel, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

 

Langsam bin ich wirklich angekommen. Die Wohnung habe ich mitlerweile ganz gut im Griff, mit der Sprache laeufts langsam und mitlerweile esse ich auch andere Sachen außer Nudeln.

Die ersten Mangos wurden schon eingekauft.

Zwar weiß ich noch nicht, wie ich mich mal auf diesem riesigen Markt hier mal alleine zurechtfinden soll, aber bis jetzt habe ich immer liebe Leute gefunden, die mich begleitet haben.

Die Leute hier sind weiterhin nett und im Projekt laeuft es auch ganz gut.

Tite, der Leiter des Projekts, nimmt mich immer mal wieder mit in die Stadt und zeigt mir ein wenig die Gegend. Haben schon einen Ausflug auf den Berg hier gemacht. Fuer den groessten Teil meiner Familie wird es wohl eher ein Huegel sein, aber fuer mich wars ein Berg und es war echt anstregend. Aber dafuer war es umso schoener, als wir oben waren, da man auf ganz Maroua schauen konnte.

Immer habe ich neue Leute entdeckt, die auch noch auf dem Gelaende wohnen. Eigentlich alle nett. Irgendjemand hat aber einen Hahn angeschleppt, der erstmal immer wieder die Huehner jagt und jeden Morgen sehr viel Krach macht. Normalerweise legt er so um 6 Uhr los. Heute hat er mich netterweise um 5.30 Uhr geweckt... Das macht Laune.

 

Mitlerweile war auch mal mein Gas fuer 3 Tage leer. Das war aber halb so wild, da ich dann wenigstens nicht selber kochen musste und ich beim Pastor mitessen konnte.

Der nette Mann, der das Gas verkauft hat mir dann direkt das nette Angebot gemacht, dass ich das Gas ja billiger bekomme, wenn ich ihn heirate.

 

Letzten Freitag hat der Pastor mir noch schnell gesagt, dass ich Samstag mit nach Mokolo fahren wuerde. Der Bus war einer von denen, wo ich immer nur dachte, dass das dann wohl die billigen Plaetze seien. Ich saß in Fahrtrichtung und gegenueber von mir war einfach mal noch ein Holzbrett als zusaetzliche Sitzbank eingebaut. Mit 19 Personen ging es dann los. Der Bus hatte eigentlich nur 12 Sitze und ich dachte langsam waere er mal voll. Aber eine Person, die wir unterwegs noch eingeladen haben, passte irgendwie noch rein.

Aber die Fahrt war okay und dauerte auch nur eine Stunde.

In Mokolo angekommen wurde erstmal gegessen.

Dann ging die Konferenz der Gemeinden der Region Extrem-Nord los, wo von Maroua die Provinzhauptstadt ist. Eine Stunde Gottesdienst, dann 5 Minuten Pause und dann 4 Stunden ohne Pause Gerede.

Als das dann vorbei war, war der Tag aber noch echt schoen.

Zurueck ging es mit dem Mokolo Express und es war nicht ganz so eng wie auf der Hinfahrt.

 

Das Ende des Ramadan wurde hier sehr groß und schoen gefeiert.

Der Sonntag begann erstmal damit, dass ich wie immer ein Moto nehmen und zur Kirche fahren wollte. Ganz Maroua wollte nur anscheinend in die andere Richtung der Stadt, wo die große Moschee ist. Keine Motos weit und breit. Zum Glueck hat mich irgendwann einer aus der Kirche auf sein Motorrad geladen und mich mitgenommen. Da es in der Nacht sehr viel geregnet hatte, war es aber gar nicht moeglich zum Eingang der Kirche zu kommen, da dort ein kleiner See entstanden war.

Dann wurden aber Steine angeschleppt, damit die ganze Gemeinde darueber laufen und den Hintereingang benutzen konnte.

Abends war ich zum Fest eingeladen. Mitgenommen hat mich diesmal eine deutsche Familie, die in Maroua wohnt und auch eingeladen war. Motos gab es ja immer noch nicht.

Es wurde viel gegessen und es war ein schoener Abend.

 

Ueber die deutsche Familie, die hier wohnt habe ich auch zwei andere deutsche Freiwillige kennengelernt. Eigentlich arbeiten sie im Tschad, mussten jedoch wegen der Bundestagswahl in Deutschland nach Kamerun kommen, da es im Tschad zu gefaherlich ist.

Jetzt sind sie noch ca. zwei Wochen hier, bis es dann zurueck in den Tschad geht.

 

Also mir gehts gut. Mit dem Internet ist es nur immer ein bisschen bloed, da der Internetanschluss immer eine Motofahrt entfernt ist.

 

Hoffe bei in Deutschland ist alles gut und lieben Gruss